Tag 12 und 13; Mittwoch 9. März und Donnerstag 10. März
Unglaublich, aber wir hatten es geschafft. Im “verregneten” Namibia sind wir mit unserem Pistenfloh bis zum Sossusvlei durchgekommen. Nun bestand die Herausforderung darin wieder zurück nach Maltahöhe zu gelangen und uns weiter nach Twee Rivieren im Kaglagadi Nationalpark durch zu schlagen. Für Maltahöhe boten sich die selben 80 km Umweg an, auf denen wir schon hierher gelangt sind. Das wären dann wieder 230 km auf der C19 und C14 sowie weitere 260 km nach Gochas, davon 70 km wieder auf der Schotterpiste. Ein Mordstück. Die Option war der direkte Weg von 150 km Schotter auf der C19 und die fehlenden 260 km im Anschluss. Den Informationen der Leute in Sesriem zu folge sollte die C19 nun wieder trockener sein und wir würden sie befahren können. Wir liessen uns auf das Abenteuer ein. Der Preis dafür war ein platter Reifen den wir uns aber überall auf der Schotterpiste hätten einfangen können. Die Strasse war teils noch nass und schlammig, aber immerhin schon so trocken dass immer eine gut befahrbare Passage durch den Schlamm hindurch zu finden war. In Maltahöhe angekommen kümmerte sich Chris rühren um uns. Er telefonierte nach Mariental um eine Werkstatt ausfindig zu machen die und den Reifen wechselte, er erkundigte sich in Gochas nach dem Strassenzustand und buchte und gleich auch noch ein Zimmer in einem günstigen, sehr gepflegten und freundlichen Hotel. Ohne Chris wären wir wohl erst gar nie nach Sesriem gelangt und auch nicht nach Twee Rivieren. Das Nachmittagsprogramm gestaltete sich dann auch als Reifenwechsel und Fahrtag. Gleich nach Sonnenuntergang kamen wir auf guten Pisten in Gochas an.
Millionen Schmetterlinge und ein Erdhörnchen
Am nächsten Tag fuhren wir weitere 180 km runter nach Mata Mata, dies auf ebenfalls frisch renovierten Pisten. Kurz nach Mittag konnten wir die Ausreise von Namibia mit einem Formular und einem Stempel abschliessen. In Südafrika einreisen konnten wir aber erst 120 km weiter unten in Twee Rivieren. Für 24 Stunden würden wir also quasi Niemandsland betreten. In Mata Mata haben wir dann noch die Sonja und den Sepp kennen gelernt. Ein Schweizer Pärchen das im Halbjahresrhythmus drei Monate im südlichen Afrika verbringt. Er hat sich sein 4x4 Toyota Hilux in der Schweiz selber zusammen gebaut und nach Windhoek verschifft. Aus diesem Grund ist das Auto meiner Brigitte sofort aufgefallen. Es trägt nämlich eine Zürcher Nummer! Lustigerweise wohnen die beiden in Hinwil, also gerade mal eine Viertelstunde im Auto von uns entfernt. Ach was ist die Welt klein und ach wie kurz sind doch die Wegstrecken in der kleinen Schweiz.
Die letzte Etappe nach Mata Mata war dann doch ein wenig holpriger. Dier ersten 90 km gingen recht gut. Da wir auf schmaler Spur unterwegs waren, konnte ich ich zwischen den Wellblechleisen noch eingiermassen ebene Sandpiste finden. Ganz am linken Strassenrand klebend fuhren wir an ganzen Herden von Orxyantilopen, Springböcken und Gnus vorbei. Diese genossen den Schatten unter den Bäumen, welche direkt an der Strasse standen. Die Tiere waren so an die Auto gewöhnt, dass man sie beinahe anfassen konnte. Teilweise waren vierzig, fünfzig Tiere nur gerade zwei Meter von uns entfernt. Aber nicht nur Antilopen und Gnus bekamen wir zu Gesicht. Ein Gruppe Löwen verschlief den Tag ebenfalls direkt an der Strasse. Einen Geparden konnten wir gleichfalls nur aus fünf Metern Entfernung beobachten wie er einer kleinen Springbockgruppe abpasste und dann tatsächlich einen Angriff startete. Die ersten 90 Kilometer Nationalpark waren von einer unglaublich nahen Erfahrung mit den Wildtieren Afrikas geprägt. Die letzten 30 Kilometer waren ebenfalls unglaublich. Unglaublich holprig waren sie! Die Strasse war nämlich in einem so desolaten Zustand dass sich keine einziges wellblechfreies Stück mehr finden liess. Und gesehen haben wir auch nichts. Ein wenig schade war es schon, denn die tollen Eindrücke von vorhin wurden somit ein wenig weg gerüttelt. Aber als wir die Rumpelstrasse dann endlich ohne weitere Pannen hinter und gebracht hatten, konnten wir uns auch schnell wieder dem Rausch der Eindrücke hingeben.
Löwen direkt an der Strasse, Ein Gepard aus nächster Nähe, ebenso die Oryxantilope und das kleine Springböckchen
Manuel.happige Strapazen müsst ihr durchstehen auf eurer Safarijagd !!! Dafür hast du wiederum fantastische Fotos geschossen. Ende gut, alles gut , für euch und die Tiere. Alles Gute auch für deinen Australientrip. Lg Ma u. Dä
AntwortenLöschenHallo Manuel
AntwortenLöschenkann aus irgend einem Grund dein Profil nicht öffnen.
Bitte maile mir deine Email Adresse, damit ich falls ihr das wünscht unsere Reiseberichte 2011 senden kann. sonja_huber@hispeed.ch
N.B. bin immer noch am "*Unterricht" interessiert.
Liebe Grüsse auch an Brigitte.