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Sonntag, 20. März 2011

Schwarzes Loch

Tag 14 bis 17; Freitag 11. März bis Montag 14. März

Nach der aufregenden Fahrt durch den Park flaute das Actionbarometer doch recht ordentlich ab. Am Donnerstag Abend haben wir noch eine Sonnenuntergangssafari unternommen. Unser Fahrer David (oh David) machte eher einen gelangweilten Eindruck und erklärte und auch nicht gerade viel. Vermutlich lag es auch daran dass wir praktisch nichts mehr zu Gesicht bekamen. Die Tiere haben sich alle im zentralen Teil des Parkes verkrochen. Als es dann dunkel wurde und wir die zwei Scheinwerfer in die Hände gedrückt bekamen änderte sich die Situation auch nicht viel mehr. Alles in allem versuchten wir ein Scharzes Loch um uns herum mit zwei spärlichen Funzeln zu erhellen und sahen entsprechend nix. Umso ärgerlicher war es dann als wir am Nächsten Tag vor unserer Nachtfahrt erfuhren dass die Abendfahrt die Sichtung eines jungen Leoparden hervorbrachte, der bei unserer Ankunft natürlich über alle Berge verschwunden war. Die Tagessafari am Freitag wurde gänzlich abgesagt und auch die Morgensafari am Samstag trug nur spärliche Früchte.

Alles in allem haben wir unser ganzes Glück für den Kaglagadi Park am Donnerstag bei der Hinfahrt aufgebraucht und hätten gleich weiterfahren können. Der einzige Höhepunkt waren die Nächte im Chalet. Denn diese wurden ausser von den Besuchern auch noch von Fledermäusen bewohnt die im Schlafzimmer nächtens ihre Flugakrobatik vorführten und dies nicht zu leise. Wir hatten zum Glück nur einen Akrobaten im Zimmer. Unsere Nachbarn hatten deren drei. Man versuche das Problem in den Griff zu bekommen, sagte man und an der Reception.

Am Samstag und am Sonntag legten wir wieder Fahrtage ein. Unser Ziel war es zügig nach Johannesburg zu kommen. Das viele Fahren und die Flaute in Kagalagadi Park machte uns des Reisens doch ein wenig müde und wir freuten uns darauf endlich einmal anzukommen und für einige Tage keine grösseren Strecken zurücklegen zu müssen. Darum verzichteten wir auch auf die 220 extra Kilometer zu den Augrabies Falls. Die Strecke von Upington nach Johannesburg war erst von dem grössten Eisenerzvorkommen der Welt und dann von riesigen Mais und Sonnenblumenfeldern geprägt. Die wenigen kleinen Orte hatten nicht viel zu bieten und so kamen wir am Montag Mittag in Johannesburg an. Thomas holte uns beim Southgate Shoppincentre ab und wies uns den Weg zu seinem Haus in Mondeor. Er, seine Frau Tougieda und ihr Sohn Thursten sind alles so wunderbar nette und freundliche Leute wie wir es von der grossen Familie von Moosa und Gairoo nicht anders kennen. Wir dürfen uns wie zu Hause fühlen. Nebst dem Besuch von Tougiedas Eltern ist unser Besuch auch sonst schon bestens vorgelplant. Unter anderem geht es nach Soweto und zur “Wiege der Menschheit”, eine Höhle an der das älteste Skelett eines Humanoiden fast vollständig erhalten gefunden wurde. 3,3 Milionen Jahre alt und das lange gesuchte Bindeglied zwischen Affe und Mensch. Das werden bestimmt noch schöne und spannende letzte Tage in Südafrika.

Sandhüpfer

Tag 12 und 13; Mittwoch 9. März und Donnerstag 10. März

Unglaublich, aber wir hatten es geschafft. Im “verregneten” Namibia sind wir mit unserem Pistenfloh bis zum Sossusvlei durchgekommen. Nun bestand die Herausforderung darin wieder zurück nach Maltahöhe zu gelangen und uns weiter nach Twee Rivieren im Kaglagadi Nationalpark durch zu schlagen. Für Maltahöhe boten sich die selben 80 km Umweg an, auf denen wir schon hierher gelangt sind. Das wären dann wieder 230 km auf der C19 und C14 sowie weitere 260 km nach Gochas, davon 70 km wieder auf der Schotterpiste. Ein Mordstück. Die Option war der direkte Weg von 150 km Schotter auf der C19 und die fehlenden 260 km im Anschluss. Den Informationen der Leute in Sesriem zu folge sollte die C19 nun wieder trockener sein und wir würden sie befahren können. Wir liessen uns auf das Abenteuer ein. Der Preis dafür war ein platter Reifen den wir uns aber überall auf der Schotterpiste hätten einfangen können. Die Strasse war teils noch nass und schlammig, aber immerhin schon so trocken dass immer eine gut befahrbare Passage durch den Schlamm hindurch zu finden war. In Maltahöhe angekommen kümmerte sich Chris rühren um uns. Er telefonierte nach Mariental um eine Werkstatt ausfindig zu machen die und den Reifen wechselte, er erkundigte sich in Gochas nach dem Strassenzustand und buchte und gleich auch noch ein Zimmer in einem günstigen, sehr gepflegten und freundlichen Hotel. Ohne Chris wären wir wohl erst gar nie nach Sesriem gelangt und auch nicht nach Twee Rivieren. Das Nachmittagsprogramm gestaltete sich dann auch als Reifenwechsel und Fahrtag. Gleich nach Sonnenuntergang kamen wir auf guten Pisten in Gochas an.

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Millionen Schmetterlinge und ein Erdhörnchen

Am nächsten Tag fuhren wir weitere 180 km runter nach Mata Mata, dies auf ebenfalls frisch renovierten Pisten. Kurz nach Mittag konnten wir die Ausreise von Namibia mit einem Formular und einem Stempel abschliessen. In Südafrika einreisen konnten wir aber erst 120 km weiter unten in Twee Rivieren. Für 24 Stunden würden wir also quasi Niemandsland betreten. In Mata Mata haben wir dann noch die Sonja und den Sepp kennen gelernt. Ein Schweizer Pärchen das im Halbjahresrhythmus drei Monate im südlichen Afrika verbringt. Er hat sich sein 4x4 Toyota Hilux in der Schweiz selber zusammen gebaut und nach Windhoek verschifft. Aus diesem Grund ist das Auto meiner Brigitte sofort aufgefallen. Es trägt nämlich eine Zürcher Nummer! Lustigerweise wohnen die beiden in Hinwil, also gerade mal eine Viertelstunde im Auto von uns entfernt. Ach was ist die Welt klein und ach wie kurz sind doch die Wegstrecken in der kleinen Schweiz.

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Gnuherden im Kaglagadi Park

Die letzte Etappe nach Mata Mata war dann doch ein wenig holpriger. Dier ersten 90 km gingen recht gut. Da wir auf schmaler Spur unterwegs waren, konnte ich ich zwischen den Wellblechleisen noch eingiermassen ebene Sandpiste finden. Ganz am linken Strassenrand klebend fuhren wir an ganzen Herden von Orxyantilopen, Springböcken und Gnus vorbei. Diese genossen den Schatten unter den Bäumen, welche direkt an der Strasse standen. Die Tiere waren so an die Auto gewöhnt, dass man sie beinahe anfassen konnte. Teilweise waren vierzig, fünfzig Tiere nur gerade zwei Meter von uns entfernt. Aber nicht nur Antilopen und Gnus bekamen wir zu Gesicht. Ein Gruppe Löwen verschlief den Tag ebenfalls direkt an der Strasse. Einen Geparden konnten wir gleichfalls nur aus fünf Metern Entfernung beobachten wie er einer kleinen Springbockgruppe abpasste und dann tatsächlich einen Angriff startete. Die ersten 90 Kilometer Nationalpark waren von einer unglaublich nahen Erfahrung mit den Wildtieren Afrikas geprägt. Die letzten 30 Kilometer waren ebenfalls unglaublich. Unglaublich holprig waren sie! Die Strasse war nämlich in einem so desolaten Zustand dass sich keine einziges wellblechfreies Stück mehr finden liess. Und gesehen haben wir auch nichts. Ein wenig schade war es schon, denn die tollen Eindrücke von vorhin wurden somit ein wenig weg gerüttelt. Aber als wir die Rumpelstrasse dann endlich ohne weitere Pannen hinter und gebracht hatten, konnten wir uns auch schnell wieder dem Rausch der Eindrücke hingeben.

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Löwen direkt an der Strasse, Ein Gepard aus nächster Nähe, ebenso die Oryxantilope und das kleine Springböckchen

Samstag, 19. März 2011

Sand Hopper

Day 12 and 13; Wednesday March 9th and Thursday March 10th

Unbelievable, but we did it! In “rainy” Namibia we found a way trough to Sossusvlei! Now we had to travel back to Maltahöhe and further to Mata Mata and Two Rivers. For Maltahöhe we had the option to take the same plus 80 km detour or to give it a try for taking the direct way. That part of the C19 was very hard to do, even for 4x4’s, only two days before. We decided to call Chris, our friend at the Maltahöhe Hotel. He called us back to give us green light for the direct way. Sometimes there was still water and mud on the road, but we always found a section which was passable for our track hopper. On the way, we’ve got our first flat. Back in Maltahöhe we became so much support from Chris to get new tyres and also to ask for the road conditions to Mata Mata and the booking of a Hotel in Gochas, half way to Mata Mata. Without him, we never came trough to Sesriem and Sossusvlei. Thanks a lot for your support, Chris! After fixing the tyres in Mariental, we had a nice trip on good roads to Gochas.

The next day we had to drive 180 km to Mata Mata. The road was in an excellent condition and we could leave Namibia around noon. Entering South Africa was only possible in Two Rivers, so we had to stay for one day in the nowhere land. At the Campside we met Sonja and Joseph, a swiss couple. They have their own car stored at farm in Windhoek and travel two times a year in southern Africa for about three months. That is absolute the right thing what they do. The funny thing is that they live just a ten minutes drive away from us in Switzerland. What a small world and what for short travel distances we have in Switzerland.

The last part of the road to Two Rivers became a little more bumpy as we were used to. The first 90 km where still good to drive on the far left of the road. The last 30 km were a desaster. But we spottet big herds of Oryx, Springbok and Gnus under the shady trees directly along the roads. They where so close, you almost could touch them. We also meet a lion and a cheetah, also just a few meters away from our car. The cheetah even started a hunt for a Springbok. She didn’t got the Sprinkgok but we’ve got a great experience for lifetime.

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Streetfight

Day 8 and 9; Saturday and Sunday March 5th and 6th

It was incredible wet, Namibia. WE spoke to the people who live there for lifetime and the told us that during the last years they had rain, but for that much they have to remember back to their childhood. About 30 years there was not that much rain in Namibia. The mean for a year is about 110mm. That mean has been topped in January and February each month. Almost 300mm rain came down this year and the rain season is not over yet. The streets where wet and it was not so easy to travel ahead. Streets were unpassable for some days. But we lerned to ask the people for the road conditions and that way we could drive without a bad feeling in our stomach.

The day after our C12 odysee we took the same road, but to the opposite direction. Ther the road was in excellent contition and step for step I startet to belive more into the best gravel roads of the world. From Grunau we had a tarred road and come trough fast to Keetmanshoop, Mariental and Maltahohe. At the Hotel Maltahohe we meet Chris, the barman and man for everything else. He is a real Capetonian. Very nice and friandly and always in a good mood. He did some phone calls to figure out the best was to Sesriem for us and told us that we have to do a 80km detour, but the road conditions are fine then.So we found an almost freshly graded C14 and C19 to Solitaire and further to Sesriem. It was hard to belive that the C14 was flooded for wider parts just a month before. The road was still a little bit muddy sometimes, but we didn’t had to much problems. It was likeley driveing on snow which we are use to as Swiss guys. On the C19 we had to cross a river which was also not a problem. The water just reachet over my feet and the ground was stabilized with concrete plates. A few minutes later we meet the Belgians again which we met at the Canon Roadhouse. They told us that just yesterday the Water had a height from about 1 Meter and most of the Cars, even 4x4, didn’t had a chance to get through. We went to their lodge for a cool beer and didcussed over the small world, the wet Namibia an what for lucky people we all are to have the chance seeing something like that.

Montag, 14. März 2011

Wet Vlei

Day 10 and 11; Monday March 7th and Thuesday March 8th

We waited at about quarter to seven at the entrace gate of the park for visiting Sossusvlei. The Gouvernment allows the people which stay overnight in the national camps to enter the park at six o clock in the morning. We booked in a private lodge and had to wait until seven. That’s how to make money in Namibia. But that was not the badest option. All the guys who stressed at six in the morning those 60 Kilometers and the 4x4 track to the vlei, missed the wonderful morning light at the first kilometers of the road. As the grass was so green and there where also some Springboks and Oryx present, I could take some awesome pictures which I never got in the early morning rush hour to the vlei. We also met a Swiss couple with a four wheel drive at the gate. They offered us to take us with their car to the vlei. So we’ve got our private taxi drive and plus a new friendship. We walked to the Death Vlei and took some stunning pictures of the Akacia trees there. After that we also visited the Sossusvlei itself, but we weren’t so impressed of. The fascinating thing was that there was water, water in the desert. But the landscape was more impressive for us at the beginning of the park and in the death vlei. We took some pictures and left the park. Later at the afternoon, Bridget and I drove to the Dune 45 and climbed up a little bit. That Dune is positioned at Kilometer 45 and maybe 200 meters in height. After climbing the half, I had enough. That was so strenous! You always do one step ahead and two back. It’s the pure experience of the principal of Sissifus. Also the drive back gave us a lot of photo opportunities. The dunes in that late evening light became those deep red colours and in the far haze they even got those tabacco colours. Fantastic! All in all it was a wonderful day which make us to remeber for ever about that highlight of our trip.

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The Desert Camp, another way to travel in Namibia, our Track Hopper is washing the feet and yellow flower meadows in Namibia

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One day in dusty paradise

Nassusvlei

Tag 10 und 11; Montag 7. und Dienstag 8. März

Wir standen um rund viertel vor sieben am Eingangstor zum Nationalpark und somit vor den Toren zum Sossusvlei. Das Fiese daran war dass diejenigen welche die Infrastruktur, also Campingplätze und Lodges, des Staates nutzten, bereits um sechs Uhr in der Früh zum Vlei fahren durften. Für uns war das frühe Morgenlicht im Vlei also bereits gestrichen. Was für eine Geschäftemacherei! Wie wir aber später feststellen konnten war es ein Vorteil für uns dass wir nicht so früh in Richtung Vlei fuhren. Denn so konnten wir das frühe Morgenlicht unterwegs geniessen. Da alles so grün war gelangen uns einige spektakuläre Aufnahmen von den Springboks und Oryxantilopen. Wären wir bei Dunkelheit ins Vlei gerast, so hätten wir das alles verpasst. Weiter hinten im Vlei war nämlich kein Grasbewuchs mehr. So fehlte das Grün und auch die Tiere. Alles in allem lief einfach alles richtig. Wir haben beim Tor auch noch ein Schweizer Pärchen kennen gelernt, die Silvia und den Oliver. Ihrer Einladung mit ihrem 4x4 die letzten Allradkilometer mitfahren zu dürfen folgten wir natürlich gerne. Dem Tipp von Dieter, dem Belgier, folgend besuchten wir aber erst das Death Vlei. Um zu dieser ausgetrockneten Salzpfanne mit abgestorbenen Akazien zu gelangen mussten einige hundert Meter im weichen Sand und bergauf zu Fuss marschiert werden. Dies in den kühleren Morgenstunden zu tun war genau das Richtige. Das Sossusvlei selber war irgendwie nicht ganz so spektakulär. Obwohl, es hatte Wasser dort und das kommt alle fünf bis zehn Jahre einmal vor. Für mehr als ein schönes Foto mit der sich im Wasser spiegelnden Düne und ein Beweisfoto im asiatischen Stil hat es dann doch nicht gereicht. Die Fahrt zurück und vor allem auch die abendliche Fahrt zur Düne 45 waren da wieder ertragreicher. Bei der Düne 45 handelt es sich um eine grosse Sanddüne die45 Kilometer Fahrstrecke ab Parkeingang steht. Drum auch Düne 45. Wie einfallsreich! Diese kann man zu Fuss erklimmen, was der Hitze wegen nur am frühen Morgen oder an Abend zu empfehlen ist. Ich selber bin auf halbe Höhe geklettert. Das hat dann auch gereicht. immer wieder rutschen einem die Füsse im weichen Sand weg und das Sissifusprinzip, ein Schritt vor, zwei zurück, wir einem sehr anschaulich und hautnah zu Gemüte geführt. Aus der Fahrt zurück landeten dann auch noch einige tolle Aufnahmen von den glutroten Dünen im Sonnenlicht und den tabak farbenen im Schatten in den Kasten. Alles in allem war es ein wunderschöner Tag an einem der Reisehighlights. Die Begebenheiten haben sich wie Puzzleteichen eine nach der anderen zu einer wunderbaren Erinnerung zusammen gefügt, die wie unser Leben lang nie vergessen werden. All die Strapazen der Hinreise haben sich mehr als nur ein mal gelohnt und für so einen tollen Tag würden wir den, für unseren kleinen Pistenfloh, beschwerlichen Weg gerne wieder auf uns nehmen.

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Weg nach Sesriem, grüne Wiesen mit gelbem Blumenmeer; Unser Pfüdi der die “Füsse” baded, Eselkarren und unsere Selbstversorger Unterkunft.

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Dünen in diversen Farben im Sossusvlei, Oryxantilope vor Grün-Rot, Wasser im Vlei und abgestorbene Akazien im Death Vlei.