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Sonntag, 10. April 2011

Zwerge in der Pampa

Tag 42 bis 46; Dienstag 5. April bis Samstag 9. April
Der Dienstag gehörte ganz dem Bluff Knoll, dem höchsten Berg der Stirling Range. Den Auf- und Abstieg nahm ich zusammen mit Thomas unter die Füsse. Ihn hatte ich am Abend zuvor im Caravan Park kennen gelernt. Der Bluff Knoll ist zwar etwas höher, dessen “Besteigung” ist aber nur mit Stufe beziffert. Der Parkplatz bringt einen schon einmal auf rund 460 M.ü.M, so schrumpft der folgende Anstieg “nur” noch auf rund 600 Höhenmeter. Wenn man den Weg am frühen Morgen unter die Füsse nimmt ist man schon ganz gut bedient. Die Temperaturen steigen nämlich, analog zu den geleisteten Höhenmetern, recht schnell. Die Aussicht auf dem Gipfel ist nicht ganz so atemberaubend wie die auf dem Toolbrunup, dafür geht einem der gut ausgebaute Weg nicht so sehr in die Knie. Obwohl meine Beine noch etwas Muskelkater vom Vortag meldeten, ging die Wanderung ganz gut über die Bühne. Auch mein Begleiter Thomas zeigte sich sehr tapfer, Angesichts dass er, der in der Umgebung von Köln lebt, gerade mal einen hundert Meter hohen “Berg” in seiner näheren Umgebung zum üben hatte.
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Der “Blöffer Chnolle” (Manuel Hefti) auf dem “Blöffer Chnolle” (Bluff Knoll)
So langsam musste ich mich auf den Weg in Richtung Perth machen. Dementsprechend folgten zwei Fahrtage, wobei man bei gerade mal 250 zurückgelegten Kilometern fast nicht von Fahrtagen sprechen kann. Irgendwo unterwegs bin ich dann plötzlich in Gnomesville gelandet. Wer sich schon immer gefragt hat, wo eigentlich die ganzen Gartenzwerge her kommen, der hat jetzt die Antwort. An einer Strassenkreuzung mitten in der Pampa findet man hunderte von Gartenzwergen und anderen kleinen Zwergenfigürchen. Irgendwie hat wohl irgendwann einmal irgendwer damit angefangen einige Zwerge in die Pampa zu stellen und hat dies dann Gnomesville getauft. Das Ganze hat dann eine eigene Dynamik bekommen und immer mehr Leute haben ihre Zwerge dort deponiert. Nun steht da ein ganzer Haufen Zwerge in der Landschaft herum. Tja, Gnomesville eben. Auf jeden Fall bin ich dann am Freitag bereits in Lancelin gelandet. Das liegt etwa 150 Km nördlich von Perth. Nebst den Surfern und Kitern haben auch die Offroad Freunde dort ihr Mekka gefunden. In den weissen Dünen tummeln sich allerhand Fahrzeuge von Motorrädern über Quads bis hin zu Monstertrucks die die Touristen durch die Dünen kutschieren. Da ich meinen Delica auf seine Sandtauglichkeit testen wollte bin ich ebenfalls einer für 4x4 Fahrzeuge geeigneten Piste gefolgt. Dummerweise bin ich dann aber falsch abgebogen und prompt im weichen Dünensand gelandet. Das wäre alles noch fahrbar gewesen. Der steile Abhang, der plötzlich vor mir auftauchte, machte mich aber dann doch etwas stutzig und ich hielt an um wieder umzukehren. FEHLER! Der weiche Sand verzieh mir das Wendemanöver leider nicht und die Räder meines Delicas gruben sich bei jedem Versuch zu entkommen noch mehr in den weichen Sand. Glücklicherweise, und auch etwas vorausahnend, testete ich mein Fahrkünste in einem gut besuchten Gelände. Es dauerte keine 5 Minuten bis sich einige andere Offroader um meine steckengebliebene Kiste scharten um mir da raus zu helfen. Mit einem Abschleppseil das an eine anderes Fahrzeug gebunden wurde und einem beherzten Ruck wurde ich aus meiner misslichen Lage befreit. Leider musste ich nun genau das machen, was ich eigentlich vermeiden wollte; ich musste den steilen Abhang hinunter fahren, denn das war der einzige Weg raus. Dies stellte sich dann auch noch einfacher als gedacht heraus. Solange ich immer schön in der Falllinie blieb war es kein Problem da runter zu fahren. Und das tat ich auch tunlichst. Nach diesem kleinen Abenteuer wurde mir noch mal klar dass ich allfällige zukünftige Allradstrecken nur im Konvoi mit einem oder mehreren andern Fahrzeugen unter die Rädern nehmen darf.
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Ein “Fluff” steckt im fluffigen Sand fest (bwz. steht bereits vor dem Abgrund, als das Foto gemacht wurde), grauer Riese, bunte Zwerge, schweizer Zwerge, südafikanische Zwerge
Am Nachmittag ging es dann weiter nach Cervantes und dem Pinnacle (Nambung) National Park. Da ich die Fotos von diesen Pinnacles, das sind Kalsteinsäulen die mitten aus dem Wüstensand ragen, noch nicht von der Speicherkarte runter geladen habe, erzähle ich euch das nächste Mal davon. Also bis dann und e gueti Ziit!

1 Kommentar:

  1. Lieber Manuel,

    Schöne Bilder gumpen Dir da vor die Linse! Wünsche noch nachträglich alles Gute zum Geburtstag!

    Liebe Grüsse, David (das Labor habe ich zwar nicht gefragt, es schliesst sich aber sicher gerne an)

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