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Freitag, 1. April 2011

Höhlenforschung

Tag 23 bis 33; Jeweils Sonntag 20. bis 27. März

Mann oh Mann! Da ist es schon eine ganze Woche her dass ich etwas in den Blog geschrieben habe. Aber was soll ich sagen? Ich bin mittlerweile gut in Australien angekommen. Der Flug war zwar lang, verlief aber problemlos und das Jetlag habe ich auch irgendwie verpasst. Die ersten vier Tage habe ich in Perth verbracht. Die Stadt hat mir sehr gut gefallen. Da Zentrum ist sehr überschaubar und die Busse im ganzen zentralen Bereich sind gratis. Ich habe mir aber trotzdem ein Velo gemietet und die Stadt auf zwei Rädern erkundet. Es gibt einige sehr schön angelegte Radwege. Vor allem der Kings Park war sehr eindrücklich. Es handelt sich hierbei nicht um einen Park im klassischen Sinne, vielmehr ist es ein Stück urtümliches Buschland, mitten in der Grossstadt. Kaum hat man die Parkgrenzen passiert, findet man sich mitten im australischen Busch wieder. Sogar die gut befahrenen Strassen um den Park herum scheinen binnen weniger Meter die man in den Park eindringt nicht mehr zu existieren.

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Am Mittwoch ging es dann für ein Kurzes Stück auf hoher See rüber zu Rottnest Island. Hauptattraktion sind natürlich die Quokkas, die kleinste Känguru Art, welcher ursprünglich für Ratten gehalten wurden, daher auch der Name der Insel. Die Tiere sind eigentlich Nachtaktiv und somit tagsüber nicht zu sehen. Hier auf der Insel sind sie aber so an die Menschen gewöhnt dass man nur kurz an einem schattigen Plätzchen inne halten muss um von den niedlichen kleinen Hüpfern interessiert beäugt zu werden. Mit meinem Zmittag im Gepäck war ich natürlich doppelt und dreifach interessant. Einige Exemplare liessen sich sogar ohne weiteres anfassen und streicheln. Wie es sich gehört habe ich die Insel mit dem geeignetsten Verkehrsmittel erkundet, dem Fahrrad. Wenn das so weiter geht verliere ich zumindest die Pfunde welche ich mir auf der Südafrikareise angefressen habe.

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Am Donnerstag habe ich den Camper abgeholt. Das war meine grösste Sorge. Zuerst wollten die mir einen Camper mit der Aufschrift “Tank Girl” unterjubeln! He Sorry, aber ich fahr doch nicht zwei Monate als “Tank Girl” getarnt herum! Die Dame von Wicked, ein junge Französin, hat die Welt nicht mehr verstanden, als ich ihr klar machte dass ich diesen Camper auf keinen Fall übernehme. Zum Glück liess sich noch ein anderes mobiles Appartment in der Garage finden, welches gerade zurück gebracht worden war. “Fluff” steht auf der Seite und ein Idiotische Spruch auf dem Heck der das lautet “Money is the root of all evil and a man needs roots!” also “Geld ist die Wurzel alles bösen und eine Mann braucht seine Wurzeln!” Na toll! Gleich in der ersten Nacht, die ich notfallmässig auf einem Parkplatz verbringen musste weil es plötzlich dunkel wurde, wurde ich von einige jungen, besoffenen Idioten ins Heck gerammt. Eigentlich hatte ich ja schon fast geschlafen, als es plötzlich geknallt hat. Diese dämlichen Idioten haben sich dann schleunigst aus dem Staub gemacht. Zu dumm nur dass sie im Suff nicht geschnallt hatten mit was für einer Art Fahrzeug sie es eigentlich aufnehmen. So ein Mitsubishi Delica sieht zwar auf den ersten Blick nicht danach aus, aber wie ich, und die dämlichen Idioten später sicher auch, feststellen musste, ist dieses Allradfahrzeug beinahe so robust gebaut wie unser Toyota Landcruiser bei unserem letzten Australienurlaub. Mit anderen Worten, ich konnte nur noch das demolierte Heck dieser Hirnis in der Nacht verschwinden sehen. Bei einem Check meines Fahrzeuges konnte ich nur feststellen dass die eh schon verbogene Stosstange aus Stahlrohr nun noch etwas mehr verbogen ist. Nichtsdestotrotz habe ich den idiotischen Spruch kurzerhand mit Gaffatape überklebt und verziere es nun Stück für Stück mit Reiseerinnerungen aus meinem mobilen Drucker.

Am Freitag habe ich eine der ältesten Lebensformen auf dieser Erde kennen gelernt. Thrombolithen. Das sind Bakterien welche in einem Salzsee bei Mandurah leben. Sie bilden so etwas wie Halbkugeln, die aus dem Wasser ragen. Das diese Dinger Leben sieht man nur daran, dass es ab und zu aus diesen Habkugeln blubbert. Gas, das die Bakterien abgeben. Die Dinger haben wesentlich dazu beigetragen dass wir auf dieser Erde überhaupt existieren. Sie sind zig Milionen Jahre auf dieser Erde, so 200 oder 300, und man kann sie nur noch an wenigen Plätzen lebendig antreffen. Am Campingplatz habe ich dann noch Hyden und Jen als Camp Nachbarn kennen gelernt. Es ist mit seiner chinesischen Frau unterwegs von Perth nach Queensland. Die Eltern haben seine Frau noch nie gesehen und somit wird es eine Premiere für diese und Jen werden. Nach einer Herztransplation und einer schweren Zeit mit Rehabilitation von fast null auf, hat Hyden entschieden etwas kürzer zu treten. Eigentlich war es nicht Hyden sondern sozusagen das Schicksal, welches das für ihn entschieden hat. Aber Item, das Resultat ist nun dass er seiner Frau die neue Heimat Australien etwas näher bringen will und wir einige sehr interessante Gespäche bis in die tiefe nach Geführt haben.

Am Samstag habe ich das längste Jetty der südlichen Halbkugel bestaunen dürfen. Der Holzsteg bei Busselton ragt 1,6 Kilometer weit in das offenen Meer hinein. Ursprünglich war dieses Jetty die einzige Möglichkeit einen Anlegeplatz für grössere Schiffe in dem extrem flachen Strandabschnitt zu bieten. Heute dient es dazu möglichst viele Touristen auf einen Spaziergang über dem Wasser einzuladen, bzw. den vielen Fischen einen guten Fang zu ermöglichen. Vor einigen Jahren wurde das baufällige ursprüngliche Jetty komplett abgerissen und gleich daneben eine Rekonstruktion komplett neu errichtet. 27 Millionen hat das Ganze gekostet. Geld das man besser hätte anlegen können, so wie einige Einheimische sagen.

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Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Höhlenforschung. Um Margareth River herum gibt es eine ganze Ansammlung an Kalksteinhöhlen, also Tropfsteinhöhlen, von denen einige der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Für stolze 48$ habe ich mir einen drei Höhlen Pass ergattert und heute zwei davon besichtigt. Den Mammoth Cave kann man ohne Führer in eigenregie begehen. Das Eindrückliche dieser Höhle ist vor allem die Grösse der Kaverne. Man glaubt sich fast in einer natürlichen Kathedrale wieder zu finden, geschmückt mir einer Unzahl an Tropfsteinen die von der Decke hängen. Der Lake Cave, so sagt es der Name schon, hat einen kleinen See in seinem Bauch, der permanent Wasser führt. Es ist nicht allzu gross, aber die Spiegelungen im Wasser machen ihn vor allem fotografisch sehr attraktiv. Der Jewel Cave soll der grösste der drei Höhlen sein. Das werde sich aber erst Morgen bestätigen können, denn für heute habe ich Schluss gemacht, da ich bereits Camp auf einer nahegelegenen Site bezogen habe und die 25 Kilometer zum Jewel Cave sowieso auf meiner Reiserroute liegen.

Also dann, bis bald! Se ya later, mate!

1 Kommentar:

  1. Danke Manuel, dass du uns teilhaben lässt mit deinen interessanten Berichten und den tollen Fotos über deine Australienreise.Die kleinen Kängurus sind schnuckelig und auch der Kokabarru ist schön. Weiterhin wünschen wir dir viele schöne Erlebnisse. Lg. Ma u. Däddel

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