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Donnerstag, 28. April 2011

Oh Monkey Mio

Tag 50 bis 53; Mittwoch 13. April bis Freitag 15. April
Die Nacht haben wir auf einem 24 Stunden Highway Camping verbracht. War nicht Luxus, aber doch ok und vor allem Gratis. Wir wollten dann nach Denham hoch und uns Monkey Mia angucken. Weit kamen wir aber nicht. Schon nach einigen Kilometern stand ein weisser Holden Commodore am Strassenrand. Das gleiche Modell wie Tags zuvor. Allerdings waren diesmal zwei Italiener und eine verzweifelte Asiatin mit dem Auto stehen geblieben. Schon nach kurzer Inspektion konnten wir feststellen dass es sich wohl um dasselbe Problem wie beim anderen Holden handeln musste. Die Benzinpumpe wollte nicht mehr. Es hielten auch noch ein Trucker und ein Regierungsfahrzeug an. Abschleppen wollte und durfte aber keiner von den beiden. Da es sich beim Pannenfahrzeug um ein Automaten handelte wäre dies auch nicht so ratsam gewesen. Zu leicht könne man sich die Automatik beim Abschleppen kaputt machen, war der einstimmige Tenor. Der Trucker hat dann einen der Italiener mitgenommen, um in der nächsten Stadt einen Abschleppwagen anzufordern. Ein teures Unternehmen, zumal die drei eigentlich nach Perth fuhren um Arbeit zu suchen, sie hatten kein Geld, und leider nicht Mitglied beim australischen ADAC oder TCS waren. Da in Monkey Mia die Delfine am Morgen an den Strand kommen, haben wir uns in Denham für einen der vier Gratiscampingplätze registrieren lassen. Vorbeigekommen ist da aber eh keiner, das hätten wir also auch bleiben lassen können… Der Platz war nicht gerade eine Perle, aber für eine Nacht war das schon OK. Der Badestrand war algenbedeckt und nur gerade 20 Meter lang und erst nach kurzem, steinigem Fussmarsch zu erreichen. Der Sonnenaufgang am nächstem Morgen entschädigte aber vollkommen für diese Unannehmlichkeiten.
Frühmorgens ging es dann auf nach Monkey Mia. Uwe und Anja waren das frühaufstehen anscheinend noch nicht so gewohnt. Wie auch, denn sie sind ja erst gerade in Australien angekommen. So mussten sie mit Alex’s hilfe aus dem Bett geschaukelt werden. Beim Bushcamper mit Hitop, also hohem Schwerpunkt, war das auch kein Problem. Da ich mich auch noch gut versteckt an der Hinterseite des Wagens positioniert hatte, war dann auch Alex der Alleinschuldige. In Monkey Mia angekommen erwartete uns dann eine Touristenhorde. Allerdings waren bei der ersten Fütterung auch die Jungtiere und die Männchen mit dabei. Es waren sicher 20 oder mehr Tiere in der flachen Bucht zugegen. Gefüttert wird allerdings nach strengen Regeln. Es sind immer die fünf gleichen Tiere, Weibchen, die bis zu 3 mal am Tag maximal 500 Gramm Fisch bekommen. Die Zuschauer dürfen bis zu den Knöcheln ins Wasser und werden zufällig ausgesucht um einen Fisch zu verfüttern. Natürlich war ich nicht dabei. War aber auch egal, denn die Delfine konnte ich so oder so von ganz nah beobachten. So nahe war ich noch nie an einem Delfin dran. Schade dass man sie nicht berühren darf, wegen der Krankheiten und auch weil schon einige Leute gebissen wurden. Später am Tag fuhren wir dann noch in den Francois Perron Nationalpark. Da die Tracks da rein zum teil sehr sandig sind, stehen am Parkeingang auch Luftdruckstationen bereit um den Reifen druck auf ca. 20 psi abzulassen, bzw. dann auch wieder auf 35 psi (bei mir eben) aufzupumpen. Die Tracks waren allerdings sehr gut zu befahren und nur deren wegen hätte man die Luft nicht ablassen müssen. Es gab aber einige tiefsandige Stellen am Campingplatz bei der Big Lagoon. Da war der reduzierte Druck schon hilfreich. Der Reifen bekommt dadurch mehr auflagefläche und greift besser. Die Lagune war auch sehr schön anzuschauen und wir haben mit unseren zwei Fahrzeugen gleich auch die Pole Position Plätze ergattern können, die zwei einzigen Plätze direkt am Strand.
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Monkey Mia, BIride Booh und fantsticher Sonnenaufgang auf der furchtbaren Campsite
der nächste Tag war dann vor allem wieder mal ein Fahrtag. Wir fuhren hoch nach Carnarvon und ich wollte dann eigentlich weiter in den Kennedy Ranges Nationalpark und nach Mt. Augustus. Allerdings kündigte sich das Unheil bereits in der Nähe von Carnarvon an. Links und Rechts der Strasse sah man tiefe Gräben, die auf den starken Regenfall der letzten Wochen oder gar Monate zurück zu führen waren. In der Tourist Info in Carnarvon hat man mir dann gesagt dass Mt. Augustus machbar wäre, die Kennedy Ranges aber definitiv gesperrt seien. Ich habe mich dann entschlossen doch nach Exmouth hoch zu fahren und mir das Ningaloo Reef und den Cape Range Nationalpark anzuschauen. Wir ich später dann von Alex erfuhr, der nach Mt. Augustus wollte, war auch diese Strasse gesperrt. Schade, aber da kann man leider nichts machen. Die Strassenarbeiter dürften noch gut zwei Wochen brauchen, bis alles wieder befahrbar ist. Bin ja dann mal gespannt wie es weiter oben im Norden so mit den Strassenverhältnissen beschert ist…
Genächtigt wurde dann bei den Blowholes nahe Carnarvon. Na ja, was heisst nahe? Es waren nur etwas 70 Kilometer von der Stadt bis dahin zu fahren. Für australische Verhältnisse ein Katzensprung.
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Riesen Termitenbau, Big Lagoon, Big (Morning) Lagoon, Mr. Crabbs und Blaseloch
In der nächsten Runde geht es dann hoch nach Exmouth ans Ningaloo Reef. Es wird definitiv noch touristischer und auch voller, da auch noch Wochenende war. Na ja, und ob sich das wirklich gelohnt hat, die 150 Kilometer hoch und dann auch wieder zurück zu fahren, das erfährt ihr dann im nächsten Beitrag.
Catch ya’ later, mate!

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