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Montag, 28. Februar 2011

Flugstunden (Tag 1; 26. Feb. 2011)

Dar es Salaam! Was für eine Stadt! Ehrlich gesagt habe ich Dar es Salaam noch nie gesehen. Es liegt knapp 10’000 km unter mir und erscheint mir nur als kleiner Schiftzug auf dem Display an de Kopfstütze meiner Vorderfrau. Noch rund vier Stunden müssen wir im Flieger ausharren. Gute 11 Stunden Flug haben wir schon hinter uns. Alles in Allem sind wir dann schon seit etwa 26 Stunden oder so wach. am Monitor von Brigitte läuft gerade der Film 127 Stunden und sie darf sich mit ansehen wie ein Typ sich den rechten Arm mit einem Multitool absäbelt weil es damit in einem Canyon stecken geblieben ist. Verstümmeln oder sterben heisst die Devise in diesem Film. Mir selber hat es beinahe die Fingernägel nach hinten gekräuselt als ich die Szene etwas vorher geschaut habe. Nun amüsiere ich mich doch recht köstlich wenn ich mir die verzerrte Mine von Brigitte so anschaue. Halb so wild, dauert nicht mehr lange, der Arm ist gleich ab… Der Film beruht übrigens auf einer wahren Geschichte und der Typ hat nur einen Fehler gemacht. Er hat niemandem gesagt wo er hingeht, als er sich alleine auf den Weg machte. Wenn das kein Wink mit dem Zaunpfahl ist? Ich werde mich in Australien wohl gleich doppelt und dreifach davor hüten mich alleine auf Wanderschaft zu begeben ohne dem Ranger oder irgend jemandem vorher mitzuteilen wo ich hin gehe. Genügend Wasser mitnehmen, kein Risiko eingehen und fertig ist die Lebensversicherung für den australischen Bush. Kostet keinen Rappen und funktioniert garantiert. Also, bitte keine Angst dass mir etwas zustossen könnte. Wer die Grundregeln des australischen Bushs kennt und beherzigt, der ist wirklich auf der sicheren Seite und muss nichts befürchten.

So langsam dürfte die Fliegerei aber schon ein Ende finden. Der Hintern wird taub, die Beine zwicken und ich weiss schon bald nicht mehr wie ich mich noch hinsetzen soll. Bewegt habe ich mich gerade erst eben. Sogar etwas umher gestiefelt bin ich. So langsam gehen mir die Optionen aus. Zum Glück gibt es bald etwas zwischen die Kiemen und danach dürften wir auch schon auf Südafrikanischem Boden landen. Mit etwas Glück sehen wir den Tafelberg bei der Landung. Kapstadt hat uns wieder. Das San Francisco von Südafrika. Alte Bekannte wieder sehen, Namibia mit seinen fantastischen Landschaften erleben, auf Safari im Kgalagadi Transfransfrontier Park gehen… Dafür lohnen sich die Strapazen allemal. Es ist schon lustig; wenn man ein Land das zweite Mal oder noch öfter bereist, dann ist es immer mehr wie ein Heim kommen. Die anfängliche Neugier auf ein Land weicht mehr und mehr einem vertrauten Gefühl. In dem Sinne: Ab nach Hause; Südafrika, wir kommen!

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