Tag 78 bis 84, Mittwoch 11. Mai bis Dienstag 17. Mai
Heute solls passieren, heute soll es endlich so weit sein und der Bungle Bungle Nationalpark soll seine Pforten öffnen… Um Mittag haben sie im Tourist Info in Kununurra gesagt. Nachts zuvor hatte ich auf einem 24 Stunden Rastplatz rund 150 km von den Bungles entfernt verbracht. War ganz gut. Um achte in der Früh gings dann los. Um kurz vor zehn stand ich dann mit rund zehn anderen Autos in der Schlange vor den Parktoren. Wie früher vor dem Disneyland haben alle darauf gewartet dass der Pförtner kommt und pünktlich um zwölf die Tore öffnet. Die Überraschung war perfekt als und das verheissungsvolle Land schon um kurz nach Zehn zugänglich gemacht wurde. Die rund 55 Kilometer zum Visitorcenter waren wirklich teilweise nur für 4WDs befahrbar. Es mussten mehrere Creeks und ein Fluss durchquert werden und teilweise hatte es noch tiefe schlammige Gräben in der Strasse. Ich bin dann auch Prompt in einen der Gräben hineingerutscht und habe nur noch gemerkt wie ich mit dem Unterboden im Schlamm aufsetzte. Da ging wieder erst mal gar nix mehr. Hinter mir rund sieben oder acht wartende Autos, ein Haufen Leute die sich die Misere anguckten und Fotos machten und ein netter Australier, Paul, der von ganz hinten in der Schlange nach vorne kam, erst mal einige andere Leute aufklärte dass das eben doch ein 4WD sei und nicht ein Zweirädler wie viele glaubten und dann anbot mich mit seiner Winde heraus zu ziehen. So musster erst mall alle auf die linke Seite um den Paul vorbei zu lassen. Danach wurde mein Fluffy rückwärts aus dem Schlamm-Massel heraud geschleift und ich bekam eine neue Chance. Auf dem zweiten Anlauf klappte es dann auch ganz gut. Zwar habe ich noch kurz aufgesetzt, aber das ist allen anderen ebenso passiert. Die weitere Fahrt ging ganz gut und hat total viel Spass gemacht. Ausserdem haben mich jetzt schon alle im Park wieder erkannt. Das passiert halt eben, wenn man mit einem bunten Hund wie Fluffy unterwegs ist.
Kalte Autowäsche und heisse Quellen im El Questro, Bungles satt, kalte Wäsche für mich in fantastische Kulisse, noch mehr Bungles und auch noch andere Sachen ausser Bungles gab es im Bungles.
Die Strapazen haben sich aber auf jeden Fall gelohnt, der Park war ganz fantastisch. Ich bin dann gleich auch zwei Nächte geblieben. Die Fotos sollten dann auch für sich sprechen… Die Fahrt aus dem Park heraus war dann auch wieder sehr spannend und ich hab meine 4WD Bedürfnisse recht gut befriedigt. Ordentlich Musik, Fenster auf und mit 30-40 Km/h durch die fantastische Gegend gegondelt, was will man noch mehr. Es gab auch kein steckenbleiben mehr. Ging alles gut und ich war echt schon ein bisschen stolz auf meinen Fluffy. Die nächsten zwei Tage fuhr ich dann hoch nach Katherine. Leider waren unterwegs auch wieder mal fast alle Parks geschlossen. Im Gregory NP konnte ich noch den Joe Creek Walk machen. Der führte unter blutrote Felswände in deren Schatten Palmen wachsten. In Katherine war ich nur kurz für ein Versorgungsstopp. Das ist halt die nächte grössere Stadt nach einigen hundert Kilometern fast nichts. So mit MCDonalds und Subway, Whoolies und Internet. Die nächsten zwei Nächte habe ich bei den Edith Falls verbracht, rund 60 km ausserhalb von Katherine. Für einen Tagesausflug gings dann noch durch die Katherine Gorge auf eine Tuckerboot Safari. Die Edith Falls waren aber echt die bessere Wahl. Der Campgrond da war sehr schön und heisse Duschen gabs da auch. Toll! Danach gings weiter rauf zum Litchfield NP wo ich dann auf dem empfehlenswerten 4WD Campground bei den Florence Falls wieder auf Anja und Uwe steiss. Die nächsten Tage wollten wir noch zusammen verbringen, bevor die beiden dann wieder zurück nach Hamburg fliegen. Was es im Litchfield Park alles zu sehen gibt, das könnt ihr dann auch gerne im nächsten Beitrag lesen. Bis denne!
Riverpalmen und Spinnenpalmen, Picknicktische mit trockenem Blumensträusschen, noch mehr Palmen, Upper Edith Falls und Flughundschow in der Katherine Gorge.
Hey SUPER
AntwortenLöschenGruss
Ulrich Jakob
8852 Altendorf