Tag 70 bis 77; Montag 2. Mai bis Dienstag 10. Mai
Wie gesagt, die hundert Kilometer Gravel Road bis nach Cape Leveque waren ausserordentlich holprig. Dafür erwartete mich eine spektakuläre Küstenlandschaft und einige Aboriginal Communities die man besuchen konnte. Die Aboriginals am Cape Leveque versuchen so traditionell wie noch möglich zu leben. Na ja, ihr Tagesablauf besteht vor allem aus fischen, rumsitzen und Kontakte pflegen einige Touristen herumführen, rumsitzen, warten, fischen, einige Buschfrüchte pflücken... Ehrlich gesagt wäre mir das zu langweilig. Aber wenigstens saufen sie nicht. Ich hab dann auch noch so einiges über die Aboriginal People erfahren. Das werde ich an dieser Stelle aber nicht erwähnen. Nicht weil es schlimm wäre oder so, nein, es würde einfach nur zu lange dauern das alles nieder zu schreiben. Alles in Allem habe ich zwei gute Tage in Cape Leveque erlebt und binn dann die holprige Piste wieder zurück nach Broome gefahren. Nun hat es mich aber endgültig Richtung Darwin gezogen. Wie bereits erwähnt waren leider praktisch alle Nationalparks noch geschlossen. Auch der Bungle liess auf sich warten. In Halls Creek habe ich mich wieder erkundigt. Es hiess immer noch 9. Mai. So habe ich dann erst mal den Wolfe Creek Krater erkundigt. Der zweitgrösste Metoritenkrater der Welt ist rund 1 Kilometer im Durchmesser. Erhlich gesagt, wenn man Gosse Bluff im Zentrum Australiens mit seinen 5 Kilometern gesehen hat, dann haut einen Wolfe Creek nicht gerade von den Socken. Dafür hat mich aber etwas anderes da unten aus den Socken gehauen. Ganz in der Näche waren einige kleine Bushfeuer im Gange. Nicht gross und nicht gefährlich und auch noch gute 10 Kilometer vom Camp entfernt. In der Nacht allerdings wollte ich endlich mal meine Langzeitbelichtungen vom Sternenhimmel machen. Durch die Buschfeuer wurde der Himmel extrem orange und am Boden sieht es so aus als ob das Feuer lodern würde. Von blossen Auge aber war es bei weitem nicht so hell. Die Aufnahmen waren einfach sensationell. Am nächsten Morgen war der ganze Spuk vorbei, die Feuer waren ausgegangen. Zur rechten Zeit am rechten Ort. Noch nie hat sich dieser Spruch mehr auf meiner Australienreise bewahrheitet.
Brennender Himmel am Wolke Creek, fauler Frosch an Cape Leveque, schöne Landschaften und Sonnenuntergänge, ein Boabtree so gross wie mein Auto und viele Kühe machen nicht immer viel Mühe…
Tags danach habe ich in Halls Creek dann einen rundflug über den Bungles gebucht. Leider musste ich dafür bis nach Kununurra hoch fahren. Rund 300 Kilometer bis am Abend, so dass ich am nächsten Tag den 6 Uhr Frühflug erwischte. Der Flug war ganz ok. Die Bungles absolut eindrucksvoll. Aber wir sind eben nur rund 20 Minuten über den Bungles gekreist, dann gings wieder zurück. Inzwischen hat sich das Eröffnungsdatum auch noch auf den 11. Mai verschoben. Also zwei weitere Tage warten. Diese habe ich in El Questro verbracht. Das ist eine Art Disneyland für Australier. Die Farmer auf der El Questro Station hatten das Glück das sich auf ihrem Land eine Vielzahl Naturwunder versammeln. Es gibt fantastische Gorges, breite Flüsse und eine heisse Quelle in der man Baden kann. So haben sie das Land gegen Eintritt den Touristen zugänglich gemacht. Man bezahlt 18 Dollar un kann sich dafür eine ganze Woche die Naturschönheiten anschauen. Es gibt auch einige Allradtracks die es in sich haben, Campingplätze, es werden Bootfahrten angeboten und und und. Die heissen Quellen sind aber der Hammer! Zebedee Springs heissen sie. Eigentlich ist es ein Bach der einfach so aus einer steilen Felswand entspringt. Das Wasser kommt aus einer grossen Tiefe heraus gesprudelt und ist, wie man so schön sagt, seichwarm. Nicht gerade heiss aber auch nicht kalt. Es hat eben gerade Körpertemperatur. Der Bach fliesst duch eine Landschaft aus Felsblöcken und Palmen. Ja genau Palmen! Offensichtlich geniessen diese ebenfalls das warme Wasser. Es sieht aus wie ein tropisches Paradies. Zwischen den Felsblöcken hat sich das Wasser zu diversen kleinen Pools angestaut. In diesen kann man baden und es gibt sogar einen kleinen Wasserfall der als Massagestrahl fungiert. Eine natürliche Spa Landschaft mit allem drum und dran. So etwas habe ich echt in meinem Leben noch nie gesehen!
Chinesische Mauer auf Australisch, noch mehr farbger Himmel, Abflug und die grossen Bungles von oben, Landung und die kleinen Bungles (in Kununurra) von unten.
Nach El Questro habe ich dann in Kununurra nochmals nachgefragt. Immerhin ist heute schon der 10. Mai. Tatsächlich werden morgen Mittag die Tore zum Bungles Nationalpark geüffnet. Das heisst also noch Vorräte einkaufen, volltanken und einige der rund 200 Kilometer wieder auf dem gleichen Weg zurück bestreiten. Ob ich die Bungles dann wirklich noch aus der Fussgängerperspektive erleben kann, das erfahrt ihr im nächsten Eintrag. Bis dann!
Hallo Manuel
AntwortenLöschendanke für die spannenden Reiseblogs und die Fotos sind wie immer fantastisch schön. Für die verbleibenden Tage alles Gute u. liebe Grüsse
Ma u. Däddel